Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau als Herzstück der Industrie steht vor einer der größten Herausforderungen seiner Geschichte. Die Zeiten sind schwierig wie lange nicht mehr. Nach Jahren der Wachstumsrekorde verzeichnen viele Unternehmen nun Auftragsrückgänge in Rekordhöhe. Das Erfolgsrezept der Branche in der Vergangenheit war ihre Fähigkeit, sich immer wieder Neuem zu öffnen. Führt diese Strategie auch in die Zukunft? Wir meinen ja! Deshalb will der diesjährige Maschinenbau-Gipfel ganz besonders den Blick für Neues schärfen.
VDMA, VDW und die Wirtschaftszeitung Produktion laden zum vierten Mal nach Berlin ein. Innerhalb weniger Jahre hat sich der Maschinenbau-Gipfel als das wichtigste Branchentreffen etabliert. Der große Erfolg der Unternehmen und ihre wirtschaftliche Stärke haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Branche gerade in der Hauptstadt selbstbewusst auftreten kann und von der Politik wahrgenommen wird.
Und nun? – Stimmt das geflügelte Wort von der Krise als Chance? Können wir Maschinenbauer das Blatt wieder zu unseren Gunsten wenden? Derzeit stehen wir vor vielen Fragezeichen. Nicht alle Zweige des Maschinenbaus sind gleichermaßen stark von der Krise betroffen. Dennoch wird die Branche danach nicht mehr dieselbe sein. Für viele Unternehmen geht es um ganz existenzielle Fragen. Wer wird die Krise überleben, und wie? Werden Europa und Nordamerika
als Industriestandorte noch bestehen, oder wird Asien für den Rest der Welt produzieren? Wie viele
Autos werden in Zukunft noch benötigt? Und wie viele Ausrüster für die Automobilindustrie? Schließlich, welche Verantwortung trägt die Politik? Rettet sie nur die Großen, oder was tut sie für den Mittelstand? Und was wollen wir selbst eigentlich als Branche? Welche staatlichen Eingriffe sind erlaubt? Alles Themen, die wir untereinander und mit der Politik diskutieren wollen.
Der Maschinenbau-Gipfel richtet den Blick auf die Bewältigung der Krise und die Zeit danach. Im Fokus stehen Märkte, Innovationen, Managementstrategien, Finanzierungsinstrumente, Wirtschaftspolitik, um nur einige Stichworte zu nennen. Hinzu kommt: Nur wer ein gutes Netzwerk hat, wird den nächsten Aufschwung nicht verpassen.