Erfolgreicher Dialog mit Politik und Wissenschaft
BERLIN (ki). Der 3. Deutsche Maschinenbaugipfel hat auch in diesem Jahr die Entscheidungsträger des Deutschen Maschinen- und Anlagenbaus zu einem Dialog mit Politik und Wissenschaft zusammengerufen. Vor dem Hintergrund der schwächelnden Weltkonjunktur und der Finanzkrise stand die Suche nach einem Weg, um gemeinsam den Erfolg der Branche auch in Zukunft fortzuschreiben.
“Die Zeiten sensationeller Erfolge, in denen ein Produktionsrekord den anderen jagte und in denen wir Wachstumsraten wie zuletzt in den 60er Jahren erzielt haben, sind fürs erste wohl vorbei”, schätzte VDMA-Präsident Manfred Wittenstein die derzeitige Situation in seiner Eröffnungsrede ein. “Zwar dürfte unser Umsatz 2008 zum ersten Mal die Marke von 200 Milliarden Euro überspringen. Aber auch wir müssen 2009 kleinere Brötchen backen.” Gerade mit diesen konjunkturellen Aussichten war die Diskussion mit der Politik über bessere Rahmenbedingungen für den deutschen Maschinenbau umso notwendiger. Neben der Bundeskanzlerin Angela Merkel waren weitere namhafte Vertreter der Politik zu den Diskussionsrunden geladen. So diskutierten Laurenz Meyer ( MdB und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Wirtschaft und Technologie der CDU/CSU-Bundestagsfraktion), Hubertus Heil (Generalsekretär der SPD), Alexander Dobrindt (MdB CSU), Dirk Niebel (Generalsekretär der FDP), Dr. Dietmar Bartsch (DIE LINKE) und Steffi Lemke (Bundesgeschäftsführerin Bündnis 90/Die Grünen) über die Herausforderungen an die Industriepolitik.
Der Maschinen- und Anlagenbau zählt mit rund 7000 Unternehmen und ungefähr 1 Mio Beschäftigten zu den größten Industriezweigen und Arbeitgebern in Deutschland. Grund genug für eine Diskussion, wie der Mittelstand noch weitere Arbeitsplätze schaffen kann. In einem Streitgespräch vertraten Prof. Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, und Wolfgang Rohde von der IG Metall sehr konträre Standpunkte.
Der zweite Tag des Maschinenbaugipfels stand unter dem Thema Energie-Effizienz, wo neben Vorträgen mit europolitischer Ausrichtung in Foren das Zukunftsthema Energie mit all seinen Facetten beleuchtet wurde. Manfred Wittenstein: “Wir sind die Schlüsselindustrie beim Zukunftsthema Umwelttechnik. Wir liefern die verfahren und die Anlagen, mit denen es möglich wird, die Wirkungsgrade bei der Energieerzeugung wesentlich zu steigern. Wir liefern Druckluft- und Pumpensysteme, die eine wesentliche Steigerung der Energieeffizienz erlauben. Wir erzielen drastische Kosteneinsparungen bei der Nutzung Erneuerbarer Energien.”
Der Maschinenbau-Gipfel in Berlin hat wieder gezeigt, wie wichtig es ist, sich als Branche in den Diskurs mit der Politik zu begeben, denn nur so können die spezifischen Anliegen des Deutschen Maschinenbaus etabliert werden. In einem ansonsten schwachen Umfeld ist der Maschinen- und Anlagenbau eine wichtige Stütze der deutschen Wirtschaft und trägt wesentlich zum Wirtschaftswachstum bei. “Mit dem Maschinenbau-Gipfel wollen wir einmal im Jahr die wichtigsten Vertreter der Branche mit Politikern an einen Tisch bringen. Kernaspekt wird die Stärkung des Standortes Deutschland sein”, so Eduard Altmann, Chefredakteur der Wirtschaftszeitung Produktion.
