Entscheider treffen | Deutscher Maschinenbau-Gipfel
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Maschinenbau-Gipfel 2018

Maschinenbau-Gipfel: Diese Entscheider treffen Sie in Berlin

In diesem Jahr teilen noch mehr Entscheider und Vorstände ihr Wissen in den drei neuen Konferenzsträngen Technologien, Märkte und Mobilität. Dabei stehen Themen wie 5G, Künstliche Intelligenz, autonome Systeme in der Fabrik der Zukunft, aber auch der Umgang mit Handelsrisiken im Fokus.


Herbert Wegmann
Bild: Wegmann

Herbert Wegmann, General Manager Industrial Communication and Identification bei Siemens

Aus Sicht von Herbert Wegmann, General Manager Industrial Communication and Identification bei Siemens, öffnet Industrial 5G die Tür zur umfassenden drahtlosen Vernetzung von Produktion, Instandhaltung und Logistik: Hohe Datenraten, eine zuverlässige leistungsfähige Breitband-Übertragung und ultrakurze Latenzzeiten werden demnach eine erhebliche Effizienzsteigerung und Flexibilisierung in der industriellen Wertschöpfung ermöglichen.

"Zur Umsetzung von Industrial 5G werden zwei wichtige Voraussetzungen benötigt: Zum einen schafft das kommende Release 16 die technischen und regulatorischen Grundlagen für kritische Industrieanwendungen, zum anderen ermöglichen die privaten Industriefrequenzen in Deutschland die notwendige Optimierung der Netzeigenschaften", erklärt Herbert Wegemann.


Dr. Ansgar Kriwet
Bild: Festo

Dr. Ansgar Kriwet, Vorstand Sales, Festo AG & Co. KG

"Unsere Kunden erwarten von ihren Lieferanten und Partnern immer weniger ein reines Produktverkaufsgeschäft, sondern viel mehr applikationsorientierte Lösungen. Künstliche Intelligenz bietet einen zusätzlichen Baukasten mit Werkzeugen zur lernenden Selbstoptimierung von Anlagen", sagt Dr. Ansgar Kriwet, Vorstand Sales bei der Festo AG & Co. KG aus Esslingen. Aus dem Produktionsprozess extrahierte Daten ließen sich bereits auf der Feldebene im Edge auswerten. In der eigenen Produktion erprobe man, wo der Einsatz von künstlicher Intelligenz einen Mehrwert erzeugt.

"Ein Beispiel ist der automatische Qualitätscheck an einer unserer Produktionslinien", so Kriwet. Auf Basis der Prozessparameter und der heutigen Ergebnisse der Endkontrolle wurden mit Hilfe von Machine-Learning-Algorithmen bereits Zusammenhänge gelernt, die verschiedene Optimierungen erlauben. So lasse sich beispielsweise der Durchsatz erhöhen, da Bauteile mit Anomalien vorzeitig ausgeschleust werden.


Dr. Patrick Pfaff
Bild: Kuka

Dr. Patrick Pfaff, Vice President R&D Mobile Robotics, KUKA, Augsburg

"Mobile, autonom navigierende Fahrzeuge sind integraler Bestandteil einer wandlungsfähigen, flexiblen Fabrik der Zukunft", stellt Dr. Patrick Pfaff fest, Vice President R&D Mobile Robotics bei Kuka. Speziell dort, wo Teile bewegt werden müssen, die für menschliche Muskelkraft zu schwer sind, könnten die so genannten Autonomous Guided Vehicles (AGVs) nicht nur den Menschen entlasten. "Sie sorgen auch dafür, dass nicht jeder neue Arbeitsschritt in bestehende Produktionslinien integriert werden muss. Wer diese neuen Flexibilisierungsmöglichkeiten ausschöpft, erzielt in Zeiten zunehmender Produktindividualisierung einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil", meint Patrick Pfaff.


Andreas Leßmann
Bild: GE

Dr. Andreas Leßmann, Geschäftsführer bei General Electric (GE) Deutschland

Dr. Andreas Leßmann, Geschäftsführer bei General Electric (GE) Deutschland, spricht auf dem Maschinenbau-Gipfel über Strategien zwischen Globalisierung und Lokalisierung - angesichts von weltweit zunehmenden Handelshemmnissen. "Es führt kein Weg daran vorbei, weiter global zu denken. Das heißt auch, lokal präsent zu sein und sich durch Partner, Lieferanten und Kunden vor Ort über die Gegebenheiten zu informieren", meint Andreas Leßmann.

Das Engagement der Wirtschaft ist ihm zufolge weiter gefragt, denn der Dialog könne nicht nur in der Politik stattfinden: Je fruchtbarer der Austausch in der Wirtschaft sei, desto eher würden sich Handelsbeschränkungen und Zölle auflösen lassen.


Klaus Bauer
Bild: Trumpf

Klaus Bauer, Leiter Entwicklung Basistechnologie beim Werkzeugmaschinen-Hersteller Trumpf aus Ditzingen

Klaus Bauer, Leiter Entwicklung Basistechnologie beim Werkzeugmaschinen-Hersteller Trumpf aus Ditzingen, ist sich sicher: "KI ist eines der effizientesten Werkzeuge der Digitalisierung. Der richtige Einsatz entscheidet über den zukünftigen Erfolg oder Misserfolg von Unternehmen". Bauer berichtet am 15.10. in Berlin darüber, wie sich Künstliche Intelligenz in die Produktion integrieren lässt.



Autorin: Daniela Hoffmann