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Diese Politprominenz gibt sich ein Stelldichein auf dem Maschinenbau-Gipfel

So viel sei vorab verraten: In diesem Jahr wird Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Maschinenbau-Gipfel sprechen. Wie schon in den letzten Jahren bietet das Branchentreffen Gelegenheit zum direkten Austausch mit der Politik.

Der Maschinenbau-Gipfel ist bekannt dafür, dass die Politik auf dem Branchentreffen den Austausch mit den Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus sucht. Über die Jahre konnten die Gipfelteilnehmer hochrangige Politiker wie Olaf Scholz, Peter Altmaier, Sigmar Gabriel oder Wolfgang Schäuble – der damalige Finanzminister war mehrfach ein gerngesehener Gast – hautnah erleben und Fragen stellen. Und auch in diesem Jahr dürfen sich die Teilnehmer auf hochkarätige Gäste freuen:


Angela Merkel, Bundeskanzlerin

Bisher konnten die Maschinen- und Anlagenbauer Angela Merkel eher auf der Hannover Messe antreffen. Jetzt nutzt Merkel erfreulicherweise wohl eine der letzten Gelegenheiten, die Branche als Bundeskanzlerin auf ihrem wichtigsten Jahrestreffen zu besuchen. In ihre Amtszeit fielen diverse Krisen – so navigierte sie Deutschland 2008 erst durch die Finanzkrise, ausgelöst durch den Lehman-Crash, und dann die Eurokrise. Die studierte Physikerin aus Mecklenburg-Vorpommern  war nach der Wende zunächst Bundesfamilienministerin unter Helmut Kohl, später Umweltministerin und CDU-Generalsekretärin bis zu ihrer Wahl zur ersten deutschen Bundeskanzlerin in 2005. Forschung und Innovation waren und sind Themen, die ihr besonders am Herzen liegen.

Bundeskanzerlin Angela Merkel


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Arne Schönbohm, BSI-Präsident

Die wachsende Cyberkriminalität beschäftigt Arne Schönbohm, Chef der Sicherheitsbehörde BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik). Hackerattacken und Erpressungssoftware wie Wannacry gefährden den Erfolg von Industrieunternehmen nachhaltig, die meisten Angriffe zielen auf Informationsdiebstahl ab: „Die Qualität von Cyber-Angriffen hat in Deutschland ebenso wie in Frankreich eine neue Dimension erreicht, die in Kombination mit der zunehmenden Digitalisierung eine Bedrohungslage schafft, der wir entschlossen begegnen müssen“, erklärte Schönbohm kürzlich auf dem IT-Sicherheitskongress. Um die 50 Milliarden Euro schätzen Experten den jährlichen Schaden für die Industrie. Schönbohm fordert deshalb, dass Security anders gedacht werden muss: „Die IT-Sicherheit darf nicht länger als Zusatz zur Technologie gesehen werden, sondern als das, was sie ist: Eine notwendige Voraussetzung für den Einsatz von moderner Technik“, so der BSI-Präsident. Zuvor war Schönbohm bei EADS (heute Airbus Group) unter anderem als Vice President Commercial and Defence Solutions. 2012 begründete er den Verein Cyber-Sicherheitsrat Deutschland mit und war bis 2016 dessen Vorsitzender.


Dr. Mark Nicklas, Referatsleiter Innovationspolitik, EU

Dass Europa in Sachen Technologie führend bleibt, ist ihm ein Anliegen: Schon frühzeitig unterstrich Dr. Mark Nicklas zum Beispiel die Bedeutung des innovativen 3D-Drucks für Wachstum in der EU. Seit 2016 ist Nicklas, der an der Uni Hohenheim Wirtschaftswissenschaften studierte, als Referatsleiter in der Europäischen Kommission für die Implementierung und Weiterentwicklung der industriepolitischen Strategie der EU verantwortlich. Unter seiner Federführung werden unter anderem der Runde Tisch Industry 2030 und die EU-Industrietage organisiert. Dabei hat Nicklas auch die Belange von kleinen und mittelständischen Unternehmen im Blick. Zuvor war der EU-Politiker bereits stellvertretender Referatsleiter für wachstumsorientierte Innovationspolitik und persönlicher Referent des Generaldirektors für Industrie sowie des KMU-Beauftragten der Europäischen Kommission.

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Autorin: Daniela Hoffmann