Wichtigste Redner | Deutscher Maschinenbau-Gipfel
News Maschinenbau-Gipfel 2019
Redner Maschinenbau-Gipfel
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Das sind die wichtigsten Redner auf dem Maschinenbau-Gipfel

Experten aus Wissenschaft, Forschung und Praxis bringen auch in diesem Oktober Hintergrundinformationen und Denkansätze mit auf den Maschinenbau-Gipfel. Hier kommen einige Redner, die Sie nicht verpassen sollten.


Simon Evenett, Professor für Internationalen Handel und Wirtschaftliche Entwicklung an der Uni St. Gallen

"Wir sehen dass protektionistische Maßnahmen schon seit 2012 zugenommen haben, lange vor Donald Trump. Das System des freien Handels ist schon seit Längerem unter Beschuss", berichtet Simon Evenett, Professor für Internationalen Handel und Wirtschaftliche Entwicklung an der Uni St. Gallen.

Der Experte hat den Gobal Trade Index ins Leben gerufen, der Informationen zu Handelshemmnissen sammelt und eine Einschätzung der Lage des Welthandels liefert.

Simon Evenett

Stefan Hentschel

Stefan Hentschel, Industry Leader Tech-Industrial Markets bei Google Germany

"Die Mehrzahl deutscher Maschinen- und Anlagenbauer denkt und plant immer noch stark aus einer internen Produktsicht. Ein neues Mindset, das sich nicht auf erreichten Erfolgen und 'business as usual' ausruht, sondern Digital Culture integriert und Veränderung mitbringt, führt zu neuen Denkansätzen, neuen Businessmodellen und letztlich zu neuem Wachstum", ist sich Stefan Hentschel sicher.

Unternehmen müssten flexibler werden, um langfristig erfolgreich zu sein, so der Industry Leader Tech-Industrial Markets bei Google Germany in Hamburg. Dazu gehört auch eine digitale Unternehmenskultur, damit sich Unternehmen jederzeit flexibel an neue Technologien und Marktveränderungen anpassen können.

Doch dafür müssen Mitarbeiter auf diese Reise mitgenommen und begeistert werden. "Ein digitaler Kulturwandel kostet Zeit und Geld. Und der Erfolg ist dabei nicht garantiert. Der größte Fehler den Unternehmen jedoch machen können: Weitermachen wie bisher", sagt Stefan Hentschel.

Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag "Digitalisierung 2019: Trends beim Antriebsstrang".


Gisela Eickhoff, Referentin des Inhabers bei der Harting Stiftung

Gisela Eickhoff, Expertin für Corporate Social Responsibility bei der Harting Stiftung aus Espelkamp spricht auf dem Maschinenbau-Gipfel über zum wichtigen Thema Menschenrechte aus Sicht der Industrie und geht der Frage nach: "Reicht Freiwilligkeit aus oder sollte es verbindliche Vorgaben geben?".

Für ihre Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung ist die Harting Technologiegruppe von der Rating-Agentur EcoVadis bereits zum dritten Mal in Folge mit dem Goldstatus ausgezeichnet worden.

Gisela Eickhoff

Peter Gutzmer

Prof. Peter Gutzmer, Technologievorstand der Schaeffler AG

Die Mobilität verändert sich und hat enorme Auswirkungen auf den Maschinen- und Anlagenbau. "Angesichts der Paradigmenwechsel in den Technologien durch Elektrifizierung, Digitalisierung und in Echtzeit vernetzte Strukturen in der gesamten Wertschöpfungskette brauchen Unternehmen heute Flexibilität und Agilität, um erfolgreich Portfolien zu verändern oder abzulösen", meint Peter Gutzmer, Technologievorstand von Schaeffler.

Der Industriezulieferer befasst sich selbst thematisch eingehend mit zukünftig bedeutenden Gesamtsystemen - von der Rohstoffgewinnung über die Verarbeitung und Verteilung bis hin zur Nutzung in Produkten oder verschiedenen Energieketten. "Dabei müssen wir zugleich das konsequent weiterführen, was sich als zukunftsfähig erweist, uns bisher stark und wirtschaftlich erfolgreich gemacht hat, aber gleichzeitig neue Dinge angehen: Das ist unternehmerisch schwierig, weil dabei 'das Neue' und 'das Alte' zunehmend im Widerspruch stehen", erklärt Gutzmer.


Dr. Stefan Wess, geschäftsführender Gesellschafter am DFKI

"Mit KI entstehen Assistenzsysteme, die dabei helfen, mehr Informationen in kürzerer Zeit zu verarbeiten und im richtigen Kontext schneller zu analysieren - das ist eine wichtige Hilfestellung, weil die Welt immer komplexer wird", stellt Dr. Stefan Wess fest, geschäftsführender Gesellschafter und Mitglied im Aufsichtsrat des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz DFKI in Kaiserslautern.

Der Trend geht aus Sicht von Wess, der zudem Chef der Empolis Information Management GmbH ist, eindeutig in Richtung "Everything as a Service": "Während früher der Kunde die Maschine übernahm und der Hersteller nur wenig darüber wusste, wie sein Produkt betrieben wird, ändert sich das gerade massiv".

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Stefan Wess

Autorin: Daniela Hoffmann